Das Emissionshandelssystem (ETS) ist ein Mechanismus, der es Unternehmen ermöglicht, ihre CO2-Emissionen zu regulieren und zu handeln. Durch den Kauf oder Verkauf von CO2-Zertifikaten auf dem Markt können Unternehmen ihr Risiko im Zusammenhang mit Emissionen steuern.

Unternehmen, die über einen festgelegten Schwellenwert hinaus CO2 ausstoßen, müssen eine entsprechende Anzahl von Emissionszertifikaten erwerben. Diese Zertifikate können dann entweder an Unternehmen verkauft werden, die ihren Emissionsgrenzwert überschritten haben und daher zusätzliche Zertifikate benötigen, oder an Unternehmen, die bereit sind, einen höheren Preis zu zahlen, um ihre Emissionsziele zu erreichen.

Einige Großunternehmen werden unabhängig von ihrem tatsächlichen CO2-Ausstoß einem nationalen Emissionshandelspool zugeordnet und erhalten ein bestimmtes Paket an CO2-Zertifikaten, das sie kaufen müssen. Wenn ein Unternehmen mehr Zertifikate benötigt, als ihm ursprünglich zugeteilt wurden, muss es zusätzliche Zertifikate kaufen.

Unternehmen, die weniger CO2 ausstoßen als die ihnen zugeteilten Zertifikate, können die überschüssigen Zertifikate verkaufen. Auf diese Weise wird ein Markt für den Handel mit CO2-Zertifikaten geschaffen, der es Unternehmen ermöglicht, ihre Emissionen effizient zu steuern und zu reduzieren.

CO2-Zertifikate sind Instrumente, mit denen Unternehmen ihre CO2-Emissionen reduzieren können, indem sie "Kreditpunkte" erwerben, die ihre Emissionen statistisch senken.

Der Handel mit CO2-Zertifikaten kann entweder über nationale oder regionale Handelsprogramme erfolgen, die einen geregelten Markt für den Handel bieten, oder über OTC-Handelsplattformen, auf denen Unternehmen direkt miteinander handeln können.

 

--

Die Profiteure des Emissionshandels können verschiedene Akteure sein, darunter:

1. Unternehmen mit niedrigen Emissionskosten: Unternehmen, die ihre CO2-Emissionen effizient reduzieren können und daher überschüssige Emissionszertifikate haben, können diese Zertifikate verkaufen und dadurch Gewinne erzielen.

2. Unternehmen mit hohen Emissionskosten: Einige Unternehmen können ihre Emissionsziele möglicherweise nicht ohne zusätzliche Kosten erreichen. Sie können jedoch durch den Kauf von Emissionszertifikaten ihre Emissionsziele erreichen und so Strafzahlungen vermeiden.

3. Finanzinstitute und Broker: Banken, Investmentfonds und andere Finanzinstitute können vom Handel mit Emissionszertifikaten profitieren, indem sie als Vermittler zwischen Käufern und Verkäufern auftreten oder durch den Handel auf eigene Rechnung.

4. Regierungen: Regierungen, die Emissionshandelssysteme implementieren, können durch den Verkauf von Emissionszertifikaten Einnahmen generieren.

5. Technologieunternehmen: Unternehmen, die innovative Technologien zur Emissionsreduzierung entwickeln und verkaufen, können von der steigenden Nachfrage nach umweltfreundlichen Lösungen profitieren.

6. Beratungsunternehmen: Unternehmen, die Beratungsdienstleistungen im Bereich Umweltmanagement und Emissionsreduzierung anbieten, können von der steigenden Nachfrage nach Fachwissen und Unterstützung im Zusammenhang mit dem Emissionshandel profitieren.

Diese Liste ist nicht abschließend, da die Profiteure je nach spezifischem Emissionshandelssystem und den Marktbedingungen variieren können.